Die Zahlungsarten der Zukunft

Ein großer Teil der Online-Händler hat in den letzten Jahren neue Zahlungsarten hinzugefügt und das zurecht. Denn die Kunden fordern immer mehr Convenience beim Online Shopping, gerade beim Bezahlvorgang. Neben der Bequemlichkeit wollen Kunden vor allem, dass die genutzte Zahlungsart sicher ist und keine zusätzlichen Kosten verursacht. Besonders angestiegen ist der Anspruch an die möglichst einfache Nutzung auf Mobilgeräten.

Bewertungskriterien_Konsumenten

Auch wenn der Schwerpunkt Sicherheit im Vergleich zum Vorjahr etwas abgenommen hat, ist er mit 95% immer noch an der Spitze der Anforderungen an Zahlungsarten. Deutlich weniger Konsumenten fordern dagegen strenge Richtlinien im Datenschutz. Zusammenfassend lässt sich sagen: Sicher, bequem und mobil soll das Shopping sein.

Convenience wird zunehmend wichtiger beim Online Shopping

Paypal und der Kauf auf Rechnung erfüllen die meisten Bedürfnisse der Konsumenten, was sie zu Must-Have Zahlungsarten macht. Aber die Anforderungen gelten natürlich nicht nur für bestehende Zahlungsarten, die in Online Shops angeboten werden, sondern auch für neue Zahlungsarten. Schließlich befinden wir uns da in keinem Stillstand, sondern uns erwarten jede Menge Neuheiten. Amazon Payments verspricht in Zukunft stark zu werden, denn es ist vor allem auf  Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet.

Das mag eine der absehbaren Entwicklungen sein, aber lasst uns doch gemeinsam ein wenig weiter in die Zukunft blicken. Die Bezahlung per Selfie grenzt an Science Fiction? Von wegen! Lasst Euch überraschen.

Bitcoins als Zahlungsmittel oder für die Börse?

Die Kryptowährung Bitcoins sollte inzwischen den meisten ein Begriff sein. Die digitale Währung hat in den letzten Jahren eingeschlagen wie eine Bombe und sicherlich einen Teil des Börsenhandels revolutioniert. Könnten Bitcoins nun auch Einzug in die Online Shops halten?

Das Interesse an Bitcoins als Zahlungsmittel in Online Shops ist da, allerdings mehr aus Händlersicht. In einer Umfrage des IFH Köln gaben 50% der Shopbetreiber an, interessiert zu sein. Seitens der Konsumenten waren das lediglich 20%. Das könnte daran liegen, dass das System hinter den Bitcoins doch recht kompliziert und für Konsumenten eher schwer zu verstehen ist.

Gegen eine sinnvolle Verwendung im Online Shop Bereich spricht aktuell auch der hohe Wert einzelner Bitcoins. Dieser liegt aktuell bei ca. 2000 € und die Tendenz ist nach wie vor steigend! Im Gegensatz zu der Ware, die der Kunde damit kaufen würde, denn dieser kann ja bereits mit dem Öffnen des Paketes verfliegen.

Für die, die es eilig haben: Instant Payments

Etwas das in nächster Zeit aber definitiv spannend wird sind die Instant Payment. Denn damit die Banken beim Geldverkehr nicht von Alternativen ausgestochen werden, ziehen diese unter Umständen bald die Echtzeit Überweisungen nach. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Durch die Überweisung innerhalb von Sekunden gelingt eine schnellere Kaufabwicklung und zwar unabhängig von etwaigen Öffnungszeiten der eigenen Bank. Dadurch kommt die Zahlung schneller beim Verkäufer an, sodass dieser die Lieferung schneller abschicken kann.

Aber dennoch haben die Konsumenten Angst vor dem Kontrollverlust. Schließlich wird das Konto sofort belastet und die Instant Payments können nicht mehr storniert werden. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass für Echtzeit Überweisungen Zusatzkosten anfallen werden.

Dennoch würden die Instant Payments das Online Shopping wesentlich schneller machen. Dann muss sich ein Online Shop auch diesen Makel gegenüber dem stationären Handel nicht mehr andichten lassen.

Für Selfie-Liebhaber: Zahlung mit dem Selbstportrait

Richtig interessant wird es aber mit biometrischen Authentifizierungsmethoden. Klingt vielleicht kompliziert, soll aber richtig einfach sein: Bezahlen per Fingerabdruck und Selfies.

Für den ein oder anderen mag das utopisch klingen, aber wir sind gar nicht mehr weit davon entfernt. Die biometrische Zahlung muss sich eigentlich nur noch etablieren. Denn MasterCard hat zuerst in Kanada und den USA, jetzt aber auch in Europa MasterCard ID freigeschalten – deren App zur biometrischen Bezahlung. Es ist also zu erwarten, dass noch dieses Jahr oder spätestens 2018 das Ganze zum Alltag wird.

„Unser Ziel ist es, Karteninhabern und Händlern möglichst reibungslose Online-Zahlungserlebnisse zu ermöglichen, ohne dabei irgendwelche Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.“

Ajay Bhalla, President von Enterprise Risk & Security bei Mastercard

So funktioniert's

Wie würde diese einfache, neue Zahlungsart funktionieren? Nachdem man seinen Online Kauf getätigt hat, bekommt der Konsument eine Pushbenachrichtigung auf seinem Smartphone. In der MasterCard App kann man dann zwischen der Zahlung per Fingerabdruck oder per Selfie wählen. Bei letzterem blinzelt man einmal in die Kamera und schon ist die Zahlung gesendet.

mastercard-selfiepay

Schöne, neue Welt: keine Passwörter mehr?

Aber wie sieht es da mit dem Thema Sicherheit aus? MasterCard selbst verspricht natürlich, dass der Konsument keinerlei Abstriche bei diesem Thema machen muss. Es funktioniert beispielsweise nicht, der App ein Foto vorzusetzen anstatt selbst in die Kamera zu schauen. Das wird durch das erforderliche Blinzeln gewährleistet.

Dazu hat man die volle Kontrolle über seine Zahlungen. Sobald eine Zahlung fällig ist, bekommt man eine Benachrichtigung auf seinem Smartphone. Wenn das nun einen Kauf beträfe, den man nicht selbst getätigt hat, kann man die Zahlung auch einfach ablehnen. Trotzdem bleibt es fraglich, ob sich diese Zahlungsart durchsetzen kann. Aktuell mag es noch für Ablehnung sorgen mit einem Selfie zu bezahlen – aber vor ein paar Jahren war es auch noch für viele merkwürdig das Smartphone mit dem Fingerabdruck zu entsperren. Heute ist das größtenteils Alltag.

Wir stehen auf State of the Art!

Als Digital Natives sind wir natürlich gespannt, was die Zukunft für den Bereich eCommerce bereithält und freuen uns schon die neuste Technik in unsere Projekte zu integrieren. Wir halten Euch über die Entwicklungen auf dem Laufenden!