Website Erfolg durch Conversion Optimierung

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Was ist Conversion Optimierung?

Unter Conversion Optimierung versteht man Maßnahmen die zu einer Erhöhung der Konversionsrate führen. Aber was bedeutet das nun? Angenommen wir betreiben einen Onlineshop. Mithilfe von SEO und Social Media Marketing generieren wir 1000 Besucher. Von diesen 1000 Besuchern kaufen aber nur 20 unser Produkt. Mithilfe von Conversion Optimierung probiert man nun über bewährte psychologische und UX technische Methoden die prozentuale Anzahl der Käufe, bezogen auf die Gesamtbesucher zu steigern. Haben Sie auch so ein Problem wie in unserem fiktivem Beispiel, so ist eine Conversion Optimierung sehr zu empfehlen. Denn Conversion Optimierung ist eine Form der Umsatz Maximierung. So versteht es sich, dass gute Conversion Raten speziell für ein „Only Online“ Business essentiell ist, da oft Existenzen und Arbeitsplätze an der Onlinepräsenz hängen. Conversion Optimierung bezieht sich aber bei weitem nicht nur auf Online Käufe! So kann eine Autowerkstatt mit Website das Ziel haben, durch Conversion Optimierung die Anrufzahlen für eine Terminvereinbarung für den jährlichen Service zu erhöhen.

  • Besucher—> (Traffic) Wird durch Marketingmaßnahmen wie SEO, SEA oder z.b Social Media Marketing generiert.
  • Conversion—> (Aktion) Je nach Branche und Nutzen der Website kann dies ein Kauf, eine Registrierung, ein Anruf oder z.b ein Newsletter Abo sein.

Was kann man selbst optimieren und ab wann braucht man einen Profi?

Klar muss natürlich sein, dass Conversion Optimierung eine komplexe Disziplin ist, die in vielen Abhängigkeiten steht. So beeinflussen Faktoren wie User Experience, Vertrauensmerkmale, die Motivation der Kunden, die Relevanz, die Bedenken und viele weitere Aspekte die Conversion Rate. Es empfiehlt es sich für eine umfassende Optimierung samt A/B-, Probanden- und  Multivariant Test einen Profi zu beauftragen. Es gibt jedoch einige Grundbestandteile die eine gute Website immer haben sollte, die vom Betreiber bzw. dessen Entwicklungsagentur selbst umgesetzt werden können. Daher sollte man bei seinem eigenen Onlineshop oder seiner eigenen Website darauf achten, dass folgende Faktoren korrekt umgesetzt wurde.

Mit diesen Tipps zu einer erfolgreichen Website:

  • Handlungsaufforderungen (CTAs) klar formulieren. (z.b. Jetzt zum Newsletter anmelden!)
  • Vertrauensmerkmale „Above the Fold“ (also in der Bildfläche, die man sieht ohne zu scrollen) darstellen.
  • Kernpunkte klar ausformulieren und „Above the Fold“ darstellen. (z.b Services, USPs) (Wenn etwas Gratis ist, dies auch präsent angeben.)
  • Überflüssige Elemente die z.b. von einem von einem Kauf oder sonstigem ablenken entfernen bzw. nicht so präsent platzieren.
  • Darauf achten, dass man dem Kunden relevanten Content präsentiert.
  • Die Website nicht „over stylen“. (Ihre Besucher verbringen die meiste Zeit auf anderen Websites, also platzieren Sie wichtige Elemente wie die Navigation, da wo es Ihre Besucher erwarten.) 
  • Störende Elemente vermeiden. (z.b Slider, aggressive Pop Ups…)
  • Aussagekräftiges Header Bild verwenden. (So versteht der Besucher noch schneller worum es auf Ihrer Website geht.)

Um Veränderungen festzustellen, muss der „Pre“ (vor der Optimierung)  und „Post“ (nach der Optimierung) Zustand in einem Webanalyse Tool wie Google Analytics überwacht werden. 

Wie findet man Optimierungspotentiale?

Optimierungsmaßnahmen sollte man nie ohne Struktur erstellen! Um sinnvolle Maßnahmen für die Optimierung zu erhalten, kann man sogenannte Conversion Frameworks verwenden. So bieten diese Frameworks die Rahmenbedingungen um die Qualität einer Website festzustellen. Folgend sind vier bekannte Frameworks aufgelistet:

  • READY Framework
  • Conversion Framework von Invesp
  • LIFT Modell
  • Das 7 Ebenenmodell

Wenn Sie sich näher mit den einzelnen Frameworks im Detail befassen wollen, sollten Sie sich folgenden Link ansehen:  https://www.konversionskraft.de/analysen/qualitative-analyse-so-gehts-mit-diesen-4-conversion-frameworks.html#2

Wie geht man bei der Conversion Optimierung vor?

Die Conversion Optimierung ist ein anspruchsvoller Prozess und kann in folgende Phasen eingeteilt werden:

  1. Bestandsanalyse
    • Durch Webanalysetools, Probandentests, Befragungen… 
  2. Hypothese(n) aufstellen
    • Nach der Bestandsanalyse leitet man mithilfe der Conversion Frameworks eine oder mehrere Hypothesen ab. (z.b. Wenn wir vertrauensbildende Elemente Above the Fold platzieren steigt die Conversionrate.)
  3. Versionen umsetzen
    • Anschließend wird die Hypothese in Form der Variante B der Website vom Programmierer umgesetzt. 
  4. Testing
    • In einem A/B oder Multivarianttest werden die verschiedenen Versionen gegeneinander getestet.
  5. Auswertung
    • Die Ergebnisse aus diesen Tests sollten die Hypothese bestätigen. Die Gewinner Version wird als Hauptvariante festgelgt.
  6. Fortlaufendes Monitoring und Optimierung
    • Natürlich sollte man auch nach diesem Prozess die wichtigsten Kennzahlen überwachen. Es gilt das Prinzip, dass es immer eine bessere Version einer Website gibt.

Auf was muss man bei der Optimierung achten?

Dadurch, dass diese Optimierung eine multifaktorielle Disziplin ist, gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Auf Betriebsblindheit achten! (daher Ergebnisse durch Probandentests und zielgerechte Umfragen einholen.) 
  • Conversions müssen klar definiert werden. (Einteilung in Mikro und Makro Conversions)
  • Bei Problemen sollte man sich immer die „Warum Frage“ stellen. (Ein Webanalysetool zeigt ihnen nur was auf Ihrer Website passiert, aber nicht warum.)
  • Benützen Sie ein Conversion Framework zur Ableitung von Optimierungsmaßnahmen.
  • Auf die grundlegenden betriebswirtschaftlichen Faktoren achten! (Eine Erhöhung der Conversions bedeutet nicht automatisch eine Umsatzsteigerung!)

Fazit:

Schlechte Conversion Raten können für viele Geschäftsmodelle fatal sein. Daher ist es wichtig, dass man auf die Grundprinzipien der Conversion Optimierung schon bei der Erstellung der Website oder des Webshops achtet. Selber kann man natürlich die Optimierungstipps aus unserem Blog umsetzen und deren Auswirkung im Webanalysetool verfolgen. Für aufwendigere Optimierungen sollte man jedoch einen Profi zu Rate ziehen, da das Bilden von Hypothesen und der Optimierungsprozess viel Erfahrung voraussetzen.

Quellen: 

https://de.ryte.com/wiki/Conversion_Optimierung
https://www.konversionskraft.de/analysen/qualitative-analyse-so-gehts-mit-diesen-4-conversion-frameworks.html#2

Mai 08, 2019 Thomas Holzer