Facebook – Massive Kritik zum Datenschutz

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  • Date: 15/05/2010
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Nachdem das Online-Netzwerk wegen des Umgangs mit den Daten seiner Kunden in die Kritik geraten ist, baut Facebook eine Sicherheitsfunktion ein. An der löchrigen Privatsphäre ändert das wenig.

 

AFP Facebook-Gründer Mark Zuckerberg träumt vom voll-vernetzten Facebook-Nutzer
Facebook kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Seit Monaten ist das soziale Netzwerk unter dem Beschuss von Datenschützern und Politikern, hinzu kommen Berichte über peinliche Datenpannen, die Löcher in die ohnehin spärliche Privatsphäre der Mitglieder reißen.

 

Zumindest bei der Datensicherheit will Facebook nun nachrüsten. Eine neue Sicherheitsfunktion soll seine Nutzer künftig besser vor dem Zugriff durch Fremde schützen. Am Montag war bekannt geworden, dass der Facebook-Account des US-Unternehmers Jim Breyer, der selbst im Aufsichtsrat von Facebook sitzt, zum Versand von Spam-Nachrichten missbraucht worden war.

 

Um den Missbrauch zumindest zu erschweren, können Facebook-Mitglieder künftig ihre Computer und Handys für den Zugriff auf Facebook registrieren. Versucht sich jemand von einem anderen Computer einzuloggen, werden die Kunden davon per E-Mail oder SMS informiert. So soll verhindert werden, dass sich Fremde an Facebook-Profilen zu schaffen machen.

 

Zusätzlich sollen auch Sicherheitsfragen in das Portal eingebaut werden: Wer sich von einem fremden Computer einwählt, soll zum Beispiel das eigene Geburtsdatum eingeben, um Zugriff auf den eigenen Account zu bekommen. Identitätsdieben soll so zumindest die Arbeit erschwert werden.

 

Kritik geht weiter

An der grundsätzlichen Kritik ändert dieser Schritt aber nichts. EU-Datenschützer kritisierten die kürzlich eingeführten Änderungen bei den Grundeinstellungen zu den Nutzerdaten in den Mitgliederkonten von Facebook als „inakzeptabel“. Facebook habe die Einstellungen „fundamental zum Nachteil“ der Mitglieder des Online-Netzwerkes geändert, erklärte die sogenannte Artikel-29-Datenschutzgruppe am Donnerstag.

 

Es müsse „eine eindeutige Wahl des Nutzers“ sein, welche Daten veröffentlicht würden, erklärte die Datenschutzgruppe. Die Weitergabe von Mitgliederdaten müsse „auf selbst ausgewählte Mitglieder beschränkt“ bleiben. In der neusten Offensive hatte Facebook viele Daten aus den persönlichen Profilen durchsuchbar gemacht und auch fremden Unternehmen Zugriff auf den Datenpool gegeben.